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zurück zur StartseiteSüddeutsche Mannschaftsmeisterschaft: Silber und Bronze für das Fahrerlager Sachsen-Thüringen
Gemeinsam stark über Ländergrenzen hinweg – drei Mannschaften, drei Medaillen und jede Menge Teamgeist
Am vergangenen Wochenende trafen sich die besten Gespanne aus den süddeutschen Landesverbänden zur Süddeutschen Mannschaftsmeisterschaft in Lauchheim-Hülen in Baden-Württemberg. Vier Fahrer aus Thüringen stellten sich gemeinsam mit erfolgreichen Fahrern aus Sachsen dem sportlichen Vergleich. Insgesamt gingen drei Mannschaften im Fahrerlager Sachsen-Thüringen an den Start – und alle drei konnten am Ende eine Medaille mit nach Hause nehmen.
Bei den Einspännern Pferde bildeten Stella Manon König mit Quell der Freude vom RFV Rutha, Alexander Kemper mit Leaster vom RFV Hardisleben und die sächsische Fahrerin Sarah Stötzer mit Elisa vom RFV Langenbernsdorf das gemeinsame Team.
Bereits am Donnerstag legte Sarah Stötzer mit einem Sieg in der Dressur den Grundstein für ein erfolgreiches Mannschaftsergebnis und sammelte damit wichtige Punkte für das Team.
Im Marathon am Samstag zeigten anschließend auch Stella und Alexander ihr Können. Stella König fuhr mit Quell der Freude eine schnelle Runde und belegte mit 60 Strafpunkten den 5. Platz. Dicht dahinter folgte Alexander Kemper auf Rang 9 mit 62,97 Strafpunkten.
Auch im abschließenden Kegelfahren blieb das Team konzentriert und sammelte nur wenige weitere Strafpunkte. Damit stand am Ende die Silbermedaille in der Mannschaftswertung fest.
Für Stella König gab es darüber hinaus Grund zur Freude: Mit Quell der Freude erreichte sie in der kombinierten Einzelwertung den 3. Platz.
Bei den Zweispännern Ponys stellte der erfahrene Thüringer Fahrer Wolfgang Wenderoth vom SG Birkungen gemeinsam mit den beiden erfolgreichen sächsischen Nachwuchsfahrern Anna-Sophia Zahn und Gustav Abicht ein starkes Team.
Gustav Abicht startete am Freitag mit einem hervorragenden 3. Platz in der Dressur. Anna-Sophia Zahn steuerte auf Rang 11 ebenfalls wenige Strafpunkte zur Mannschaftswertung bei.
Für Wolfgang Wenderoths Ponys war der ungewohnte Hartplatz in Lauchheim zunächst eine Herausforderung. Im Gelände fanden sie jedoch zu ihrer gewohnten Stärke zurück und absolvierten eine saubere und schnelle Runde.
Im abschließenden Kegelfahren am Sonntag bewiesen Anna-Sophia und Gustav Nervenstärke. Beide fuhren schnelle und zugleich präzise Runden durch den anspruchsvollen Kegelparcours. Gemeinsam kamen lediglich sechs Strafpunkte hinzu.
Damit sicherte sich auch die Mannschaft der Zweispänner Ponys die Silbermedaille und sorgte für die zweite Mannschaftsmedaille für Sachsen-Thüringen.
Bei den Zweispännern Pferde gingen mit Daniel Stötzer vom RFV Linderbach und dem sächsischen Fahrer Uwe Tischer zwei erfahrene Fahrer an den Start. Da das Team ohne dritten Fahrer antreten musste, stand kein Streichergebnis zur Verfügung – jeder einzelne Start war damit umso wichtiger.
Bereits in der Dressur zeigte Daniel Stötzer mit Nila und Noblesse eine solide Leistung und belegte den 6. Platz. Im anschließenden Marathon konnte er sich mit einer schnellen und konzentrierten Fahrt erneut weit vorne platzieren und erreichte Rang 5.
Auch Uwe Tischer sammelte mit seinem Gespann wichtige Punkte für die Mannschaft und blieb ebenfalls mit wenigen Strafpunkten. So konnten die beiden Fahrer ihre Ergebnisse erfolgreich zusammenführen und eine gute Ausgangsposition für das abschließende Kegelfahren schaffen.
Dort blieb Daniel weiterhin konzentriert und musste lediglich 4,31 Strafpunkte verbuchen. Damit erreichte er in der kombinierten Einzelwertung den 3. Platz.
Gemeinsam mit Uwe Tischer sicherte Daniel Stötzer der Mannschaft damit die Bronzemedaille. Gerade weil kein dritter Fahrer als Streichergebnis zur Verfügung stand, ist dieser Erfolg auch ein Ergebnis der konstanten Leistungen beider Gespanne über die drei Teilprüfungen hinweg.
Drei Mannschaften, drei Medaillen – doch die sportlichen Ergebnisse waren längst nicht das Einzige, was das Wochenende in Lauchheim besonders machte.
Im Fahrerlager Sachsen-Thüringen wurde gemeinsam gefeiert, geholfen, angefeuert, mitgefiebert und sich über die Erfolge der Teamkollegen gefreut. Fahrer, Beifahrer, Familien und Freunde bildeten eine Gemeinschaft, in der jeder für den anderen da war. Genau das ist gelebter Sportsgeist.
Ein besonderer Höhepunkt war der Länderabend. Hier präsentierte die sächsisch-thüringische Mannschaft gemeinsam eine umgedichtete Version des Rennsteiglieds und sorgte damit für beste Stimmung beim Publikum.
Der Auftritt dürfte vielen noch lange in Erinnerung bleiben: Wolfgang Wenderoth singend auf der Kutsche, gezogen von seinen "Pferden" Uwe und Daniel. Dazu Bäume, Schwibbögen und sogar Rehe – ein kleines Stück sächsisch-thüringische Heimat, das seinen Weg bis nach Baden-Württemberg gefunden hatte.
Und genau darin zeigt sich, was den Fahrsport so besonders macht: Fahren ist weit mehr, als auf einer Kutsche zu sitzen. Es ist Teamsport, Sport in der Natur und vor allem eine gemeinsame Zeit mit Freunden und den Pferden und Ponys.
Der Thüringer Reit- und Fahrverband und der Fahrausschuss gratulieren allen beteiligten Gespannen herzlich zu den sportlichen Erfolgen und den drei Medaillen.
Ein besonderer Dank gilt Mannschaftsführerin Carmen Göbel für die umfassende Betreuung und Organisation während des gesamten Wochenendes. Ebenso gilt der Dank allen Beifahrern, die ihre Fahrer tatkräftig unterstützt haben, sowie den Familien und Freunden, die die Mannschaft begleitet, mitgefiebert und zum Gelingen dieses erfolgreichen Wochenendes beigetragen haben.
Denn hinter jedem erfolgreichen Gespann steht ein Team – und in Lauchheim hat das Team Sachsen-Thüringen einmal mehr gezeigt, was gemeinsam möglich ist.
Foto: privat